Etappenbeschreibung
Die vierte Etappe führt zunächst in sanftem Anstieg zur Höhe Ellerspringkopf. Er ist mit 657 Metern der höchste Berg des Soonwaldes. Hier, im ehemaligen Jagdgebiet des „Jägers aus Kurpfalz" fanden in den 50ziger und 60ziger Jahren die berühmten Diplomatenjagden der damaligen Bonner Bundesregierung statt. Der wildreiche Große Soon gilt auch heute noch als attraktives Jagdgebiet, vor allem für Rotwild. Der umsichtige Wanderer hat gute Chancen auch andere Wildtiere, wie Rehe, Füchse oder auch Schwarzwild beobachten zu können.
Der Abstieg vom Ellerspringkopf führt ins Quellgebiet der beiden Bäche Gräfenbach und Lametbach. Hier scheiden sich die Wege des Wassers. Der Gräfenbach fließt nach Süden in Richtung Nahetal, der Lametbach nach Nordwesten in Richtung vorderer Hunsrück. Entlang des Gräfenbaches führt der Weg weiter zu den „Glashütter Wiesen", einer großen Freifläche im Wald, die von herrlichen alten Eichenbeständen umgeben ist. Solche Waldwiesen sind typisch für den Soonwald. Sie sind Relikte aus der Zeit des Hutewaldes, als das Vieh noch in den Wald getrieben wurde und der frühen industriellen Nutzung des Soonwaldes durch Köhler und Hüttenbetriebe.
Auf den „Glashütter Wiesen" stand früher eine Glashütte, die Pottasche von den Köhlern im Soonwald bezog. Die alten Siedlungen im Wald und die Schmelzen sind heute Wüstungen. Zurückgeblieben sind die zauberhaften Wiesen, die sich im Juni mit blühenden Orchideen schmücken und in denen das Wild ungestört äsen kann. Nicht weit davon entfernt, im Süden liegt die „Gräfenbacher Hütte" mit den Resten eines alten Hochofens, in dem das Hunsrückerz verhüttet wurde.
Danach geht es am Naturschutzgebiet Schwabbelbruch vorbei wieder hoch zum Wanderparkplatz an der L 242 und weiter zur Höhe Schanzerkopf, wo man im Winter Schlitten- und Skifahren kann. Der Pfad bergab führt dann durch einen naturnahen Laubwald mit alten Buchenbeständen und seinem jungem Nachwuchs.
Anschließend überquert man die L 239 und geht fast ununterbrochen über den nördlichen Soonwaldkamm bis zum Hochsteinchen, wo ein eiserner Aussichtsturm bestiegen werden kann. Hier öffnet sich der Blick nach Nordosten über den Teil des Hunsrücks, der zum Rhein hin abfällt. Im Osten sieht man von hier aus die Höhenzüge des Taunus. Nach einem steilen Abstieg kommt man zur „Rheinböller Hütte" und zum Guldenbachtal, dem dritten Soonwald-Durchbruchstal.
Höhenprofil

Tourist-Info
Tourist-Information-Rheinböllen
Am Markt 1
55494 Rheinböllen
Telefon: +49 (6764) 3951
www.rheinboellen.de
Parkplätze
- Wanderparkplatz Ellerspring
- Autohof Rheinböllen
Einkehrmöglichkeiten
- Café & Restaurant Malepartus
Lärchenpfad 1
55595 Winterbach-Kreershäuschen
Telefon: +49 (6756) 219
Montag Ruhetag
www.malepartus.eu
- Tiefenbacher Hof
Hauptstraße 14
55471 Tiefenbach
Telefon: +49 (6761) 2759
Montag Ruhetag
- Landhaus Rheinboellen
Am Alten Bahnhof 1-3
55494 Rheinböllen
Telefon: +49 (6764) 9000
www.landhaus-rheinboellen.de
- Hotel Berz Gaststube
Marktstraße 16a
55494 Rheinböllen
Telefon: +49 (6764) 92290,
www.hotel-berz-gaststube.de
Übernachtungsmöglichkeiten
Sehenswürdigkeiten
- Naturschutzgebiet Glashütter Wiesen
- Feuchtgebiet Schwappelbruch
- Aussichtspunkt Schanzerkopf (643 m)
- Naturwaldreservat Katzenkopf
- Aussichtsturm Hochsteinchen (648 m)