Etappenbeschreibung
Nach der neuen Holzbrücke über den Simmerbach bei Gehlweiler folgt eine der größten Herausforderungen der Strecke: ein Steilhang mit Quarzitsteinblöcken, auch „Blockmeer" genannt. Das ist ein Streckenabschnitt für geübte Wanderer mit gutem Schuhwerk.
Unter Umgehung des Steinbruchs Henau führt der Weg zur sagenumwobenen Burgruine Koppenstein. Vorbei an den Gipfelquarziten des Soonwaldes fällt der Blick bald auf die Burgruine mit ihrem markanten fünf-eckigen Bergfried. Vor dem Turm ruht der berühmte „Wackelstein", ein riesiger Quarzitbrocken, der auf der schiefen Ebene seiner schmalen Unterlage zu schweben scheint. Ein Symbol der Balance in fragiler Lage. Die Reste der Burganlage Koppenstein werden von den Soonwäldern als das Symbol ihrer Landschaft verehrt: „Des Hunsrücks Wahrzeichen sollst du sein, du grauer trutziger Koppenstein." (Röhrig, Liederbuch) Der gut erhaltene Turm lädt zum Aufstieg ein. Die Aussicht von dort oben darf man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Eine Stahlplatte mit den Himmelsrichtungen und Ortsnamen hilft bei der Orientierung.
Weiter führt der Weg in das Asbachtal, ein Kilometer entfernt von dem Dorf Henau mit dem Gasthaus „Zum Asbachtal". Da-nach kommt man die Waldeinsamkeit des großen Soon mit Quarzithöhenrücken und verwunschenen Relikten der Vergangenheit. Das erste Ziel im Staatswald des Forstamtes Soonwald ist der Alteburgturm. Um den Turmbau aus dem vorletzten Jahrhundert finden sich im Wald Reste von Ringwällen in konzentrischen Kreisen. Am Alteburgturm findet sich ein Metallrelief des früher hier zuständigen Försters Mathias Bollinger. Es erinnert daran, dass dieser in der Nähe des Turms im Alter von 101 Jahren seinen letzten Hirsch geschossen hat.
Vom Alteburgturm verläuft der Soonwaldsteig durch gepflegte alte Buchenbestände, auch „Buchendome" genannt, auf einem schmalen Pfad parallel zum Rennweg. Auf diesem letzten Wegstück lohnt sich ein Abstecher zum nördlich gelegen Naturschutzgebiet „Im Eschen". Die parkähnliche Struktur ist durch Waldbeweidung im 19. Jhd. entstanden. Eine Besonderheit ist das Vorkommen größerer Bestände der Rispensegge und kleinerer Fragmente von bodensauren Binsensümpfen. Nach der Runden Tanne erreicht der Wanderer das Etappenziel, den Wanderparkplatz Ellerspring an der L 108.
Höhenprofil

Tourist-Info
Tourist-Information-Kirchberg
Marktplatz 6
55481 Kirchberg
Telefon: +49 (6763) 910144
www.kirchberg-hunsrueck.de
Parkplätze
- „Wanderparkplatz Ellerspring"
Einkehrmöglichkeiten
- Restaurant „Zur grünen Au" Gehlweiler
Telefon: +49 (6765) 607
Montag Ruhetag
Übernachtungsmöglichkeiten
Sehenswürdigkeiten
- Burgruine Koppenstein
- Aussichtsturm Burgruine Koppenstein
- Schloss Gemünden
- Aussichtsturm Alteburg (630 m)
- Aussichtspunkt Ellerspring (höchste Erhebung des Soonwaldes, 657 m)